Warum Annabelle Wick heute auf Frazier setzt

Ich spare mit Frazier 20 % mehr Zeit ein gegenüber meinem alten Workflow.

Hallo Annabelle, stell dich doch mal kurz vor.

In den Medienbereich hat es mich schon immer getrieben. Und so habe ich 20 Jahre verschiedene Arten von Trailern, u. a. für Sat.1, den RBB, Kino und Festivals produziert. Zur Audiodeskription bin ich über eine blinde Freundin gekommen, die immer geschwärmt hat, was das für ein toller Beruf ist.

2020 habe ich dann eine Ausbildung zur Hörfilmautorin bei Anke Nicolai absolviert. Seitdem arbeite ich freiberuflich in diesem Bereich, seit 2022 ausschließlich. Seit Ende 2025 engagiere ich mich zudem im Vorstand des Hörfilm e.V..

Wie hast Du angefangen? Welche Tools hast du am Anfang genutzt?

In der Ausbildung haben wir Word und den VLC-Player genutzt. Ich liebe den VLC-Player, weil er wirklich alles abspielt. Aber für Audiodeskription ist er grauenvoll, weil er in den Steuerfunktionen umständlich ist und die Tonspur für diese Arbeit nicht gut darstellt. Daher habe ich auf Final Cut gewechselt, ein Programm, das ich aus meiner vorherigen Arbeit kannte. Den Text habe ich weiterhin in Word geschrieben, konnte aber zumindest besser im Video navigieren.

Was war denn die größte Hürde in deinem Workflow damals?

Die größte Herausforderung war sicher, dass Videoplayer und Texteditor nicht miteinander verknüpft waren. Jeder Timecode musste händisch abgetippt werden. Das war nicht nur zeitaufwendig, sondern führte auch regelmäßig zu Tippfehlern und Zahlendrehern. Sobald sich das Timing in späteren Durchgängen oder bei der Abnahme änderte, mussten alle betroffenen Timecodes manuell im Dokument angepasst werden. In stressigen Phasen eine enorme Belastung.

Ich habe auch eine Untertitelsoftware getestet. Aber außer, dass es einen Timecode setzt, hat mir das Programm nicht viel gebracht, kaum Zeit erspart und so viele Einschränkungen auferlegt, dass ich gedacht habe, das ist nicht der Weg, den ich gehen will.

Warum bist Du zu Frazier gewechselt?

Durch einen Workshop bei Marit Bechtloff wurde ich auf Frazier aufmerksam. Als ich den Editor zum ersten Mal gesehen habe, hat es sofort Klick gemacht. Endlich eine Oberfläche, die Videoplayer und Editor vereint. Die Umstellung fiel mir sehr leicht, da die Benutzeroberfläche mit Vorschaufenster, Waveformdarstellung und Textblöcken an moderne Schnittprogramme angelehnt ist.

Was gefällt dir an Frazier am besten?

Ich finde es herrlich, dass ich einfach einen Mausklick mache und dann ist der Timecode da! Wenn ich den Take verschiebe, wandert der Timecode mit. Auch die Möglichkeit, sich den Text direkt von einer KI-Stimme vorlesen zu lassen, ist einfach genial. Dazu kommt, dass das Führen eines Glossars und (editierbare) Marker innerhalb von Frazier mir die Arbeit an komplexen Stoffen oder Serien erleichtert. Das finde ich besonders bei der redaktionellen Arbeit an Texten hilfreich.

Also kein Weg zurück zum alten Workflow?

Auf keinen Fall! Für mich ist die Arbeit mit Frazier heute Standard. Eine Rückkehr zum alten Workflow kommt für mich nicht infrage.