Frazier im Einsatz an der Universität Genf

Das Padlet war leer. Keine technischen Probleme, nur positive Kommentare. Das hat mich wirklich überrascht.

Hallo Alexander, stell dich doch mal kurz vor!

Ich bin Professor an der Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Genf, leite dort auch die deutsche Abteilung und bin für die Kurse in audiovisuellem Übersetzen zuständig. Die Uni Genf ist die einzige universitäre Hochschule in der Schweiz, die Übersetzen, Konferenzdolmetschen und mehrsprachiges Kommunikationsmanagement anbietet. In den Masterstudiengängen Übersetzen und Mehrsprachige Fachkommunikation gibt es Kurse in audiovisuellem Übersetzen und dort verwende ich seit dem Herbstsemester Frazier für die Module in Autodeskription.

Wie habt ihr eure Kurse vor Frazier durchgeführt?

Wir haben verschiedene Tools ausprobiert. Angefangen habe ich 2015 mit einer frei zugänglichen Software, die nur in Kombination mit YouTube funktionierte. Das war für mich nicht praktikabel. Dann haben wir vor einem Jahr, 2024/2025, in unserer Untertitelungssoftware zusätzlich das Audiodeskriptionsmodul freigeschaltet bekommen. Man merkte aber schnell, dass diese Software nicht auf Audiodeskription spezialisiert ist. In- und Outpoints zu definieren war extrem zeitaufwendig und dann blieb nicht mehr genug Zeit für das Eigentliche, das Schreiben des Skripts.

Was hat euch dann zu Frazier geführt?

Ich habe mich bei Kollegen von anderen Universitäten umgehört, die auch audiovisuelles Übersetzen unterrichten. Dann hatte ich Kontakt mit Marco Agnetta von der Universität Innsbruck, der Frazier bereits genutzt hatte und sehr von der Software überzeugt war. Für mich war es wichtig, dass ich höre, wie es so an anderen Unis läuft und dass die Software gut funktioniert.

Ein wichtiger Punkt ist der Support. Manchmal tauchen Fragen drei, vier Stunden vor dem Unterricht auf, und ich bin darauf angewiesen, schnell eine Antwort zu bekommen. Das wurde mir zugesichert und funktioniert auch ausgezeichnet.

Und drittens stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt eine moderne Audiodeskriptions-Software, die intuitiv zu bedienen ist, mit professionellem Support zu einem fairen Preis.

Wie schnell war Frazier im Kursalltag einsetzbar?

Sehr schnell. Das Frazier-Team hat in einer 30- bis 40-minütigen Zoom-Session das Tool vorgestellt, die Studierenden haben danach sofort angefangen zu arbeiten.

Auch das Handbuch finde ich ausgezeichnet, das hilft wirklich. Es ist in einer leicht verdaulichen Sprache formuliert mit sehr guten Handlungsanweisungen. Ich konnte bereits die Woche darauf mit der Gewissheit, dass es klappen würde, mit Frazier arbeiten. Von einer Woche auf die nächste lief also alles reibungslos.

Was sind die größten Vorteile, die ihr heute seht?

Der entscheidende Vorteil ist, dass sich die Studierenden auf das Schreiben des Skripts konzentrieren können. Audiodeskription ist deutlich komplexer als Untertitelung und dafür braucht man Zeit und Kopfraum.

Sie haben jetzt wirklich Zeit dafür und müssen sich nicht mehr mit lästigen technischen Details herumschlagen.

Dazu kommt, dass Frazier eine Cloud-Lösung ist. Wir haben viele Fernstudierende, auch aus arabischen Ländern. Mit Desktop-Software und unterschiedlichsten Setups (Mac, Windows, verschiedene Länder) wäre das schlicht nicht handhabbar gewesen. Mit Frazier greifen alle von überall auf ihre Projekte zu.

Auch die KI-Stimmen sind ein großer Vorteil. Früher mussten die Studierenden mit der alten Software im Browser aufnehmen, die Qualität war oft schlecht und schwer zu bewerten. Jetzt gibt es verlässliche synthetische Stimmen in verschiedenen Sprachen, was uns sehr zugutekommt.

Gab es einen besonderen Aha-Moment?

Ich war erstaunt, wie einfach und unkompliziert diese Software funktioniert. Auch für mich selber als Dozent. Nach der ersten Einführungswoche habe ich die Studierenden gebeten, auf einem Padlet alle Probleme bei der Anwendung zu notieren. Das Padlet war leer. Keine technischen Probleme, nur positive Kommentare.

Ich bin wirklich dankbar dafür. Weil das, wie ich gesehen habe, nicht überall der Fall ist.